Hohe Fluten am Mont Saint-Michel: Mittelalterliche „Stadt der Bücher“ mit den stärksten Gezeiten Europas


22 Feb 2018 [13:48h]


Hohe Fluten am Mont Saint-Michel: Mittelalterliche „Stadt der Bücher“ mit den stärksten Gezeiten Europas

Hohe Fluten am Mont Saint-Michel: Mittelalterliche „Stadt der Bücher“ mit den stärksten Gezeiten Europas

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Am Wochenende des 3. und 4. März 2018 ist es wieder soweit: der Klosterberg Mont Saint-Michel wird zur Insel! Jeweils am Morgen und am Abend des 3. März und am Morgen des 4. März wird der Mont Saint-Michel vom Meer umspült.

Dieses Phänomen, das an rund 20 Tagen im Jahr am Mont Saint-Michel beobachtet werden kann, ist am besten von den Befestigungsmauern des Klosterbergs, der Terrasse der Abtei oder aber von der modernen Stegbrücke aus zu sehen, die zum Klosterberg führt. Mit 14 Metern Tidenhub sind die Gezeiten am Mont Saint-Michel die stärksten Gezeiten Europas, die Flut kommt hier dem Volksmund nach „wie ein Pferd im Galopp“.

Der Mont Saint-Michel ist eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Frankreichs, knapp 1,2 Millionen Besucher zählte die Abtei im Jahr 2016. Im Mittelalter trug der Klosterberg den Beinamen „Stadt der Bücher“, die Benediktinermönche stellten in der Abtei Manuskripte her, vervielfältigten bereits bestehende Schriften und verfügten über eine umfangreiche Bibliothek.

Ganz in der Nähe des berühmten und zuweilen stark besuchten Klosterbergs können Besucher heute im Scriptorial Avranches ebendiese Manuskripte bestaunen. Bei den 4.000 Manuskripten des Scriptorials handelt es sich um eine der größten mittelalterlichen Schriftensammlungen Frankreichs! Um die fragilen Schriftstücke zu schützen, zeigt das moderne Museum abwechselnd jeweils zwölf Exemplare in einem eigens dafür vorgesehenen Raum. Mit deutschen Audioguides erfahren Besucher im Scriptorial Wissenswertes über die bewegte Geschichte des Mont Saint-Michel und lernen mehr über die Herstellung mittelalterlicher Schriftstücke und die Buch-Entwicklung – von den Mönchen, die Schriftstücke kopierten, über den Buchdruck bis hin zu den digitalen Schriftformen von heute.

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