Airlines unterzeichnen Erklärung zur Bekämpfung des illegalen Wildtierhandels


03 Jun 2016 [14:27h]


Airlines unterzeichnen Erklärung zur Bekämpfung des illegalen Wildtierhandels

Foto: Edgar Delmont

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Mehrere Airlines aus dem Airline-Verbunde Oneworld erklären sich bereit Gutes zu tun. Absichtserklärung in Dublin unterzeichnet.

Dublin – Zwar wollen die Airline-Partner auch weiterhin Waren und Güter unhinterfragt transportieren, die durch Ausbeutung menschlicher Arbeitskraft in Drittweltländern hergestellt werden. Auch bei anderen fragwürdigen Gütern wird wie bisher nicht hinterfragt, solange diese nicht offenkundig illegal transportiert werden beziehungsweise nicht erkennbar gegen Gesetzte des jeweiligen Landes verstoßen wird.

Bei den Tieren hört allerdings jetzt die Großzügigkeit auf. Airberlin, Alitalia, Air Serbia, Air Seychelles und Virgin Australia sind die vier Airlines aus der Etihad Airways Equity Partner-Gruppe, die die so genannte „Buckingham Palace Declaration“ unterzeichnet haben. Damit verpflichten sie sich, Maßnahmen zur Bekämpfung des illegalen Wildtierhandels zu ergreifen und bedrohte Tierarten zu schützen.

Die Erklärung des internationalen Bündnisses „United for Wildlife“ gegen den Transport illegaler Wildtier-Produkte wurde im Rahmen der diesjährigen IATA-Hauptversammlung in Dublin unterzeichnet. Alitalia, airberlin, Air Serbia, Air Seychelles und Virgin Australia folgten damit dem Vorbild von Etihad Airways. Die Fluggesellschaft unterstützt das Bündnis bereits seit März.

„United for Wildlife“ ist eine außergewöhnliche Allianz zwischen Naturschutzorganisationen und der „Royal Foundation“ des Herzoges und der Herzogin von Cambridge sowie Prinz Harry. Die Initiative hat das Ziel, aktuelle Umweltschutzfragen aufzugreifen und die Aufmerksamkeit auf die Bekämpfung des weltweit wachsenden, illegalen Wildtierhandels zu lenken.

Im Dezember 2014 hat sie in der Weltbank eine Transport Taskforce ins Leben gerufen. Diese hat spezielle Maßnahmen für die Transportindustrie entwickelt, mit denen sie den vom Herzog von Cambridge benannten „Wettlauf gegen die Ausrottung“ unterstützen kann.

Jet Airways unterzeichnete die Erklärung im April im Rahmen des Indienbesuchs des Herzogs und der Herzogin von Cambridge.

James Hogan, Präsident und Chief Executive Officer der Etihad Aviation Group, sagt: „Weil bereits sechs der Etihad Aviation Partners die Erklärung unterzeichnet haben, decken wir 348 Destinationen ab und können so weitreichende und wirksame Ergebnisse erzielen. Unter Federführung unseres Head of Sustainability entwickeln wir einen gruppenweiten Aktionsplan zur Bekämpfung dieser abscheulichen Praktiken.“

Rt Hon Lord Hague of Richmond, Vorsitzender der “United Wildlife Transport Taskforce” lobt das Engagement der Airlines: „Die Unterstützung aller Verkehrsträger ist unerlässlich, um den illegalen Wildtierhandel zu bekämpfen. Aus diesem Grund gilt mein größtes Lob Etihad Airways und ihren Partnern, die die Initiative mit ihrer Unterschrift maßgeblich unterstützen.“

Die Erklärung beinhaltet elf Verpflichtungen, die dazu entwickelt wurden, den weltweiten, illegalen Wildtierschmuggel einzudämmen. Die Transportindustrie kann die Initiative dahingehend unterstützen, indem sie die Verkehrsrouten von Wildtierhändlern schließt. Auch Fluggesellschaften können auf unterschiedliche Art und Weise helfen – etwa indem sie ihre Passagiere für das Thema sensibilisieren, zum Kapazitätsaufbau an Flughäfen beitragen und eng mit den Zoll- und Strafverfolgungsbehörden zusammenarbeiten.

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